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DRASTISCHES KOSTENSENKUNGSPROGRAMM KONNTE NOCH NICHT GREIFEN

Die Auswirkungen der Krise und Angst vor dem Grippevirus zehrten bei der japanischen ANA deutliche Kostenreduktion auf und führten zu Halbjahrsverlust

Frankfurt/Tokio (02. November 2009)

ANA, die japanische Fluggesellschaft in der Star Alliance, hat in Tokio die konsolidierten Ergebnisse für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahrs (1. April 2009 bis 31. März 2010) bekannt gegeben. Der Konzernumsatz der japanischen Fluggesellschaft in der Star Alliance sank um 18,8 Prozent auf 611,8 Milliarden Yen (rund 4,64 Milliarden Euro), was zu einem operativen Verlust von rund 214,1 Millionen Euro im Halbjahreszeitraum vom 1. April bis zum 30. September 2009 führte. Der Verlust konnte auch durch eine sehr effiziente Reduzierung der Kosten um neun Prozent auf rund 4,9 Milliarden Euro nicht ausgeglichen werden. Der Nettoverlust beträgt rund 192,1 Millionen Euro, wie die börsennotierte Gesellschaft mitteilt.

Die Rahmenbedingungen während der vergangenen drei Monate waren für die Airline von der weltweiten Rezession und der Ausbreitung des H1N1-Virus („Schweinegrippe“) geprägt, die Japan Mitte Mai erreicht hat. Angesichts dieser Herausforderungen ergriff die ANA Gruppe weitere Maßnahmen, um Individualreisende zur Buchung von Urlaubsflügen anzuregen und startete die Kampagne „ANA Natsu no Dai Sakusen“. Außerdem standen unverändert Kostensenkungen im Fokus, der Businessplan für 2009 wie auch der „Emergency Income Recovery Plan“ wurden weiter vorangetrieben.

Während die Airline erfolgreich Maßnahmen zur Umsatzsteigerung und Kostensenkung umsetzte, gelang es nicht, Nachfragerückgang sowie Preisverfall zu stoppen. Daraus resultierten ein operativer Verlust in Höhe von 28,2 Milliarden Yen (214,1 Millionen Euro) sowie ein Nettoverlust von 25,3 Milliarden Yen (192,1 Millionen Euro).

Die Zahlen vom 1. April bis zum 30. September 2009 im Einzelnen:
in Milliarden Yen (abgerundet / in Klammern in Millionen Euro)

 

1. Halbjahr 2009

1. Halbjahr 2008

Differenz

Jahres-
vergleich in %

Umsatz

611,8 (4.644,7)

753,3 (5.718,9)

-141,5
(-1.074,2)

-18,8

Operative Kosten

640,0 (4.858,8)

703,4 (5.340,1)

-63,4
(-481,3)

-9

Operativer Gewinn/Verlust

-28,2
(-214,1)

49,8
(378,1)

-78,1
(-592,9)

---

Nicht-operativer Gewinn/Verlust

-13,2
(-100,2)

-10,3
(-78,2)

-2,9
(-22,0)

---

Wiederkehrender Gewinn/Verlust

-41,5
(-315,1)

39,5
(299,9)

-81,0
(-614,9)

---

Außerordentlicher Gewinn/Verlust

0
(0)

-0,8
(-6,1)

+0,8
(6,1)

---

Nettogewinn/-verlust

-25,3
(-192,1)

22,0
(167,0)

-47,4
(-359,9)

---



Vor allem der Inlandsflugverkehr litt während des zweiten Quartals sowohl unter dem krisenbedingten Nachfragerückgang bei Geschäftsreisen wie auch darunter, dass Firmenkunden die Zahl der Geschäftsreisen aufgrund des H1N1-Virus beschränkten und Flüge stornierten. Gleichzeitig verstärkte sich der Wettbewerb mit anderen nationalen Fluggesellschaften sowie weiteren Verkehrsträgern wie dem japanischen Schnellzug Shinkansen.

ANA reagierte mit verschiedenen Reisepaketen für Urlaubsreisende und bietet spezielle Tarife für Senioren, Familien und bei Pauschalreisen an. Während der Ferienzeit „Silver Week“ im September nahmen die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 15 Prozent zu. Trotzdem lagen Fluggastzahlen und Umsatz im ersten Halbjahr knapp unter dem Vorjahresniveau.

Auch im internationalen Flugverkehr hatten die weltweite Wirtschaftskrise und die Ausbreitung des H1N1-Virus negative Auswirkungen auf den Geschäftsreiseverkehr und brachten somit sinkende Passagierzahlen mit sich. Um dem entgegen zu wirken, schaffte ANA zusätzliche Nachfrage im touristischen Flugverkehr. Dazu zählten eine Charterverbindung zwischen Tokio/Haneda und Guam, zusätzliche Flüge von Tokio/Narita nach Honolulu und ein Spartarif für Kleingruppen ab drei Personen. Darüber hinaus schaffte ab Juli ein neues Touristenvisum für Chinesen zusätzliche Anreize, Japan individuell und ohne Reisegruppe zu erkunden.

Obwohl sich die Passagierzahlen von August an erholten und höher lagen als im Vorjahreszeitraum, blieben sie – aufgrund des starken Rückgangs des ersten Quartals – insgesamt über das ganze Halbjahr hinweg unter dem Vorjahresniveau. Auch der Umsatz pro Passagier ging zurück, was zum Teil auf weniger Business-Class-Buchungen zurückzuführen ist.

Die Umsatzzahlen im Frachtverkehr gingen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 um 3,8 Prozent (Inland) bzw. um 44,8 Prozent (international) zurück.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2009
Der Preisverfall war im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres aufgrund des H1N1-Virus und einer verstärkten Low-Cost-Orientierung sowohl von Verbrauchern als auch von Unternehmen tiefgreifender als erwartet und ging mit sinkender Nachfrage einher.

Vor diesem Hintergrund hat ANA zu Jahresanfang Maßnahmen zu Kostensenkungen im Volumen von 73 Milliarden Yen (554,2 Millionen Euro) ergriffen und darüber hinaus gegen Ende des ersten Quartals ein weiteres Maßnahmenpaket gestartet, um die Erlöse des Gesamtjahres um 30 Milliarden Yen (227,7 Millionen Euro) zu steigern. Das Unternehmen erwartet, diese Ziele zur Kostensenkung und Erlössteigerung für das Geschäftsjahr 2009 zu erreichen.

Auch wenn sich eine leichte Erholung des Marktes für das zweite Halbjahr abzeichnet, bleiben die Aussichten eher unsicher. Es wird erwartet, dass es länger dauern wird als ursprünglich gedacht, bis sich Nachfrage und Preise erholen. Unter diesen Umständen passt ANA die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr an und geht nun von einem Jahresumsatz von umgerechnet 9,57 Milliarden Euro und einem 3 Nettoverlust von 212,6 Millionen Euro für das gesamte laufende Geschäftsjahr aus. Außerdem gab ANA mit Bedauern bekannt, dass es 2009 keine Dividendenausschüttungen geben wird.

 
ANA ist die japanische Fluggesellschaft und einer der drei größten Carrier im weltum­spannenden Netz der Star Alliance. Die Fluggesellschaft ist weltweit Erstkunde bei Boeing für die neue Flugzeuggeneration B787 „Dreamliner“. In Europa verbindet ANA täglich die Städte Frankfurt, Paris und London im Direktflug mit Tokio und von dort aus mit zahlreichen weiteren Zielen innerhalb von Japan und ganz Asien. Darüber hinaus bietet ANA Codeshare-Flüge von Frankfurt und München mit der Lufthansa nach Tokio, Osaka und Nagoya an. Für alle ANA-Flüge sind in Zusammenarbeit mit Lufthansa ab allen Flughäfen in Deutschland und von vielen Airports in Europa Zubringerflüge buchbar. An Bord verfügt ANA über ein mehrfach ausgezeichnetes Vier-Klassen-Konzept: So bietet die Airline zum Beispiel in ihrer Business-Class „New Style, CLUB ANA“ einen Komfort-Liegesitz mit einer Sitzplatzbreite von 65 und einem Sitzabstand von 165 Zentimetern. ANA bietet auf der Strecke Frankfurt–Tokio neben einer First-, einer Business- und einer Economy-Class auch eine komfortable Premium Economy Class an. Auf allen Flügen der ANA können Teilnehmer eines der Vielfliegerprogramme der Star Alliance (in Deutschland, Schweiz und Österreich: Miles & More) volle Status- und Prämienmeilen sammeln.
 
 
 
Pressekontakt:

BZ.COMM GmbH
Matthias Burkard
Telefon: 089 - 33 03 74 89 -10
burkard@bz-comm.de

ANA Deutschland
Masataka Mori, Maria Petalidou
Telefon: 069 - 29 976 - 0
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