Eine außergewöhnliche Erfahrung OKINAWA

ENTHRALLING OKINAWA
Map

WILDES OKINAWA: JAPAN, WIE SIE ES NOCH NIE GESEHEN HABEN

Von James Davis

Mein Freund Adrian und ich teilen die gleiche Leidenschaft für Japan und die japanische Kultur. Adrian ist aus Berlin, Deutschland. Sein Interesse für Japan zeigt sich in seinem liebevoll kuratierten Instagram-Account und seinem Blog Biancissimo, in dem es vor allem um Essen, Reisen und Mode geht. Auf seinen zahlreichen Reisen nach Japan hat Adrian sich zum Profi gemausert, was die japanische Esskultur angeht. Ich bin eher der Abenteurertyp und komme ursprünglich aus Sydney, interessiere mich aber seit langem für japanische Traditionen. Vor allem die japanische Philosophie des Wabi-Sabi fasziniert mich. In ihr geht es darum, die Schönheit des Unperfekten, Endlichen und Unvollständigen anzuerkennen. Sie lehrt uns, dass wir unsere Umgebung respektieren, bewusst wahrnehmen und achten müssen – egal welche physische Beschaffenheit sie hat. Auf der Suche nach dieser Weisheit wollten Adrian und ich uns einen Teil von Japan erschließen, von dem wir bisher keine Ahnung hatten. Wir ließen also das japanische Festland hinter uns, um nach Okinawa zu reisen.

Okinawa ist eine kleine Inselgruppe im Süden Japans, der nachgesagt wird, dass hier das Geheimnis für ein langes, gesundes und erfüllendes Leben zu finden ist. Okinawa ist weltweit einer der Orte mit der höchsten Lebenserwartung. Kaum irgendwo sonst gibt es so viele Hundertjährige, was zum großen Teil mit der Lebensweise und der Ernährung der Einwohner zu tun hat. Algen, Sashimi, Schweinefleisch, Soba-Nudeln, Sake und Sonnenschein sollen dafür verantwortlich sein, dass die Menschen der südlichen Inseln Japans oft so alt werden. Von diesem traumhaften Lifestyle wollten Adrian und ich uns ein eigenes Bild machen.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Tokio erreichten wir Naha, eine Küstenstadt in der Hauptprovinz von Okinawa. Naha dient als Drehkreuz für Flüge, die Okinawa mit dem Rest von Japan sowie internationalen Zielen wie China, Taiwan, Hongkong und Südkorea verbinden. Wir verbrachten den ganzen Tag damit, uns lokale Spezialitäten einzuverleiben. Das meiste war großartig: Soba-Ramen und die lokale Sake-Spezialität Awamori. Aber ich habe auch gelernt, dass ich niemals meinen Frieden mit Austern machen werde. Als absoluter Japan-Food-Nerd hat Adrian mich ein bisschen unter seine Fittiche genommen, was japanische Etikette beim Essen angeht. Manche Sitten waren einfach umzusetzen. Zum Beispiel müssen die Essstäbchen parallel über die Seite des Tellers gelegt werden um zu signalisieren, dass man satt ist. Andere hingegen fand ich gewöhnungsbedürftig, wie beispielsweise Ramen-Nudeln lautstark aus der Schüssel zu schlürfen, um das Aroma zu verbessern. Aber die Restaurants, die wir besuchten, waren nicht nur Familienbetriebe, sondern oft auch das Zuhause der Familien. Also gab ich mir große Mühe, alles richtig zu machen.

Diese Gastfreundlichkeit und der direkte Zugang zu den Wohnungen der Menschen haben eine ganz besondere Nähe erzeugt. die unsere Zeit in Naha zu einer sehr individuellen Erfahrung gemacht hat. Die kleinen idyllischen Häuschen werden bewacht von Shisa-Statuen, kleinen mythologischen Figuren, die an Hunde erinnern und oftmals paarweise auf den Dächern Okinawas thronen, um das Böse fern- und das Gute nahzuhalten. In Naha begegneten wir zum ersten Mal der Ruhe, die uns auf unserer ganzen Reise begleiten sollte.

Die folgenden Tage verbrachten wir damit, die Insel Iriomote zu erkunden: ein kleines subtropisches Paradies mit einer überschaubaren Anzahl von Einwohnern, aber einer Menge exotischer Tiere.

Die Iriomote-Wildkatze ist quasi das Wappentier der Insel und leider stark gefährdet. Viele der Einheimischen engagieren sich dafür, die seltene Art zu erhalten. Zu diesen engagierten Menschen gehört auch Morimoto, unser persönlicher Guide und ein Allroundtalent. Er setzt sich für einen nachhaltigen Tourismus ein, der den Menschen vor allem die Schönheit der Insel und ihrer Natur nahebringen will.

Morimoto und wir haben uns trotz Sprachbarriere ganz selbstverständlich verstanden. Weil er vor Wissen über die lokale Flora und Fauna nur so strotzte, nannten wir ihn einfach Sensei – Lehrer. Auf der Suche nach den Geheimnissen der Insel sind wir durch Mangroven gekajakt, haben Wasserfälle erklettert und sind in die Höhlen der Insel abgestiegen. Morimoto ist über 60, bewegt sich aber durch den Dschungel ohne eine einzige Schweißperle zu vergießen oder auch nur ein einziges Mal außer Atem zu kommen. Inspiriert von seiner Abenteuerlust sind Adrian und ich aufs Meer hinaus gefahren, um durch die wunderschönen Riffe der Insel zu schnorcheln. Wir hofften, einen der Walhaie zu sehen, die im Winter durch die Gewässer vor Okinawa gleiten. Aber auch wenn wir am Ende keinen der friedlichen Riesen zu Gesicht bekommen haben, hat uns die Vielfalt der Meereslebewesen tief beeindruckt. Die Schönheit von Iriomote hat uns ein ganz neues Bewusstsein für unsere Verbindung zur Natur gegeben, wie wir sie beide noch nie erlebt haben.

Angefangen vom Festland bis zum Meer, haben Adrian und ich kontinuierlich Lebensweisheiten vermittelt bekommen, die uns gelehrt haben, wie man mit der Natur koexisitert. In einer Stadt wie Berlin ist die Interaktion mit jeder Form von Natur natürlich ohnehin selten, aber auf das, was uns in Okinawa erwartete, waren Adrian und ich nicht im Entferntesten vorbereitet. Okinawa hat wirklich unseren Horizont erweitert. Die Menschen dieser Inseln haben uns ihr Zuhause geöffnet und uns an der wunderbaren Ruhe teilhaben lassen, die hier herrscht. Wir waren nicht nur meilenweit entfernt von unserem urbanen Zuhause, sondern auch von all unseren Problemen.

OKINAWA SPECIAL H2

OKINAWA SPECIAL P

Fliegen Sie mit ANAs 5-Sterne-Service nach Okinawa und
legen Sie Zwischenstopps (mehr als 24 Std.)

OKINAWA SPECIAL PRICE

*Tarif für Hin- und Rückflug, beinhaltet alle Steuern und Gebühren.
Buchbar vom 08.01. bis 13.02. 2019
Reisezeitraum: 15.01. - 28.06. & 02.09. - 15.12. 2019
Vorausbuchungsfrist: 7 Tage vor Abflug
Economy Class: Erstattung nicht möglich / Umbuchung nicht gestattet
Premium Economy: Erstattung nicht möglich / Umbuchung gegen Gebühr € 190,- möglich
Kostenfreier Zwischenstopp (Aufenthalt mehr als 24 Stunden) in Tokio, Osaka oder Nagoya möglich.
Flüge ab/nach Osaka und Nagoya werden von unseren Partnern der Lufthansa Group durchgeführt.
Verfügbarkeit abhängig vom Buchungszeitpunkt. Änderungen ohne Vorankündigung möglich.