Das fünfte ANA Future Promise Forum hat stattgefunden!

2026/01/19

Die ANA Group hält seit dem Geschäftsjahr 2023 das ANA Future Promise Forum ab und lädt dabei Personen, die sich in verschiedenen Bereichen engagieren, sowie Vertreter von Unternehmen mit Visionen zu Umweltthemen als Gastredner ein. Ziel ist es, jeden einzelnen Mitarbeitenden dazu zu ermutigen, die Themen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) als persönliche Angelegenheit zu betrachten und in die Praxis umzusetzen.

Im November 2025 hat die Gruppe das fünfte Forum veranstaltet, an dem rund 140 Mitarbeitende der ANA Group vor Ort und online teilgenommen haben.

Gastredner: Shuichi Takizawa

Beim fünften Forum begrüßten wir Shuichi Takizawa vom Comedy-Duo Machine Guns (OHTA PRODUCTION Inc.) als Gastredner.

Herr Takizawa ist seit 28 Jahren als Komiker tätig, arbeitet jedoch auch seit 14 Jahren parallel im Bereich Müllentsorgung.

Neben seiner aktiven Tätigkeit in den Medien hat er zahlreiche Bücher verfasst, die auf seiner Erfahrung bei der Müllentsorgung beruhen, und hält landesweit Vorträge zu Umweltfragen.

Er leitet auch den Takizawa Gomi Club, eine Online-Community zur Förderung von Aktivitäten, mit denen Müll auf unterhaltsame Weise reduziert werden soll.

Im Rahmen des Forums teilte Herr Takizawa leidenschaftlich seine Beobachtungen über die Gesellschaft, die sich in unserem Müll offenbaren, und thematisierte, was wir heute für die Zukunft tun können. Dabei griff er auf die Erkenntnisse zurück, die er durch seine einzigartige Perspektive als Müllmann gewonnen hat.

Herr Takizawa hält eine Rede

Das ernste Müllproblem, mit dem wir konfrontiert sind

Mehrere Fotos von Müllsäcken aus Haushalten zeigend erklärte Takizawa: „Müll lügt nie.“

Da der Inhalt des Mülls die Präferenzen und den Lebensstil eines Menschen offenbart, kann Müll als Spiegelbild des täglichen Lebens angesehen werden.

Die Entsorgung dieses Abfalls in großen Mengen ist zu einem ernsten Problem geworden, das die Zukunft Japans bedroht.

Aktuellen Schätzungen zufolge reicht die Kapazität der Mülldeponien in Japan noch etwa 25 Jahre. Wenn der Müll also weiterhin in der aktuellen Geschwindigkeit zunimmt, haben wir bald keine geeigneten Entsorgungsstellen mehr.

Dennoch wurde diese verbleibende Dauer jedes Jahr schrittweise verlängert.

Sowohl positive als auch negative Faktoren spielen dabei eine Rolle. Zu den negativen Faktoren zählen eine sinkende und alternde Bevölkerung sowie ein Konjunkturabschwung, der zu niedrigerem Konsum geführt hat.

Positiv ist dagegen das erhöhte Bewusstsein der Menschen für das Thema Mülltrennung. Dies lässt uns hoffen, dass, – wenn jeder von uns seinen Teil dazu beiträgt und zusammenarbeitet –, die verbleibende Dauer für Kapazitäten auf Müllentsorgungsstellen weiterhin schrittweise verlängert werden kann.

Der Schlüssel zur Bewältigung dieser Krise und zur Erreichung einer nachhaltigen Gesellschaft ist die Reduzierung der Müllmenge an seinem Ursprung.

Besonders schlimm ist in Zusammenhang mit Abfall die Nahrungsmittelverschwendung: Viele Menschen schmeißen Essensreste noch immer einfach weg, wenn Mahlzeiten nicht aufgegessen werden.

Eine große Menge an noch essbaren Lebensmitteln wird entsorgt, darunter saisonale Geschenkartikel sowie Reis, wenn neu geernteter Reis verfügbar ist.

Herr Takizawa betonte, dass „Gegenständen Wert zugeschrieben werden muss“. Die verantwortungslose Entsorgung von Gratisartikeln oder übrig gebliebenen Lebensmitteln sei Ausdruck einer Gesellschaft, in der die Menschen einander weniger wahrnehmen.

Darüber hinaus betonte er, wie wichtig es ist, Produzenten Respekt zu zeigen, und dass sich die Grundeinstellung gegenüber Lebensmitteln grundlegend ändern muss.

3R+Respect

Nach Angaben von Herrn Takizawa liegt die Grundursache von Müllproblemen und Nahrungsmittelverschwendung im Wesentlichen in der Mentalität der Menschen. Die drei Grundprinzipien von Umweltmaßnahmen zur Abfallreduzierung können auf Englisch als die „3Rs“ zusammengefasst werden: „reduce“, (Abfall) reduzieren, „reuse“, (Gegenstände wiederholt) wiederverwenden, und „recycle“, (Abfall als Ressource) wiederverwenden. Die Reduktion sollte dabei die höchste Priorität haben, gefolgt von der Wiederverwendung („reuse"). Er ergänzt diese Prinzipien zudem um „Respekt“ und bildet damit das Konzept der „4Rs (3R+Respekt)“. In seiner 14-jährigen Arbeit als Müllmann ist Herr Takizawa zu dem Schluss gekommen, dass „Abfall die Mentalität der Menschen widerspiegelt“.

Bewohnende von sogenannten „Müllhäusern“ sehen die Unmengen an Gerümpel möglicherweise gar nicht als Abfall an.

Umgekehrt werden selbst brauchbare Gegenstände zu Müll, sobald sie von Menschen als solchen betrachtet werden.

Herr Takizawa wies darauf hin, dass chronische Müllprobleme auf eine fehlende Rücksichtnahme hinsichtlich unsichtbarer Aspekte zurückzuführen sind, z. B. wer den Müll abholt oder wo er danach hinkommt, sowie auf fehlenden Respekt für Menschen, Gegenstände und Nahrungsmittel im Alltag.

Respekt für Menschen und Gegenstände durch das eigene Handeln zu zeigen, wie durch das sorgfältige Einwickeln von zerbrochenem Glas, Keramik und ähnlichen Gegenständen, um Verletzungen der Müllabfuhr zu vermeiden, oder Dankbarkeit für Nahrungsmittel, führt letztendlich zu Abfallreduzierung, mehr Sicherheit und einer nachhaltigen Gesellschaft.

Herr Takizawa erklärte, dass wir die Zukunft verändern können, indem wir eine respektvolle Einstellung in unser tägliches Leben integrieren und so den Wert von Gegenständen und Ressourcen, die nie zu Müll werden sollten, neu entdecken.

Stimmen der Teilnehmenden

Mitarbeitende, die dem Vortrag beigewohnt hatten, berichteten:

„Sein Vortrag hat mir gezeigt, dass das Müllproblem viel größer ist, als ich dachte. Er hat dazu beigetragen, mein Verständnis für das Problem und seine Dringlichkeit zu vertiefen.“

„Er hat mir bewusst gemacht, wie gleichgültig ich gegenüber dem Thema Müllentsorgung war.“

„Seine Erkenntnisse aus seiner Erfahrung bei der Müllentsorgung haben mich wirklich zum Nachdenken angeregt und beeindruckt. Ich war von seiner Aussage überzeugt, dass Gegenstände wieder einen Wert erhalten müssen.“

„Er hat mir geholfen, mein Bewusstsein dafür zu schärfen, was ich tun kann – sowohl bei der Arbeit als auch im Privatleben.“

Trotz des ernsten Themas brachte Herr Takizawa das Publikum mit seinem einzigartigen Sinn für Humor und der angenehmen Präsentation immer wieder zum Lachen und schuf so eine entspannte und freundliche Atmosphäre, in der die Anwesenden ihr Wissen vertiefen konnten.

Teilnehmende, die den Vortrag anhören

Durch seinen Vortrag hat uns Herr Takizawa geholfen, zu erkennen, dass hinter Abfallproblemen viele Faktoren stehen, darunter Umweltprobleme, die Wirtschaft, Sicherheit und die Mentalität der Menschen.

Unter Berücksichtigung der im Rahmen dieses Forums gelernten respektvollen Einstellung ist die ANA Group auch in Zukunft bestrebt, verantwortungsvoll gegenüber unseren Kunden, lokalen Gemeinschaften und der Umwelt zu handeln.

Gruppenfoto der Teilnehmenden am Veranstaltungsort